Antisemitismus in der (p)ostmigrantischen Gesellschaft. Erfahrungen, Thematisierungen und Formationen von Antisemitismus in russisch- und ukrainischsprachigen migrantischen Milieus (AntOstMig)

Details

Projektleitung:

Projektbearbeitung:

 

Drittmittelfinanzierung:

Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR), Förderkennzeichen: 01UG2612

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Projektlaufzeit:

01.05.2026-30.04.2029

Projektbeschreibung:

Das Projekt AntOstMig untersucht Erfahrungen, Thematisierungsweisen und Formationen von Antisemitismus in jüdischen und nicht jüdischen russisch- und ukrainischsprachigen migrantischen Milieus in Deutschland. Diese sind seit dem 24. Februar 2022 (dem Beginn der russischen Vollinvasion in die Ukraine) und dem 7. Oktober 2023 (dem Terrorangriff der Hamas auf die israelische Zivilbevölkerung und dem Krieg in Gaza) von multiplen politischen Verunsicherungen geprägt. AntOstMig untersucht vor diesem Hintergrund die Veränderungen individueller Erfahrungen mit und kollektiver Thematisierungsweisen von Antisemitismus, paradigmatische Formationen von Antisemitismus in sozialen Medien, die diese Milieus prägen, sowie den Umgang mit und die Thematisierung von Antisemitismus in den ostmigrantisch geprägten Milieus der postmigrantischen Zivilgesellschaft.

Drei Teilprojekte untersuchen Erfahrungen und Erfahrungswissen der jüdischen Untersuchungsgruppe. Zweitens erfolgt eine diskursanalytische Auswertung antisemitischer Bilder und Diskursfragmente in sozialen Medien dieser Gruppen hinsichtlich ihrer historischen Einordnung und transnationalen Entwicklung. Drittens werden aus Fokusgruppendiskussionen mit jüdischen und nicht-jüdischen Akteur*innen in zivilgesellschaftlichen Organisationen Wissensordnungen herausgearbeitet, die kollektive Thematisierungsweisen von Antisemitismus und Konfliktlinien im Feld aufzeigen. Das Projekt entsteht in enger Zusammenarbeit mit Akteur*innen der Zivilgesellschaft, die im Sinne eines Participatory Action Research am kollaborativen Forschungsprozess zu zivilgesellschaftlichen Wissensordnungen und dem Wissenstransfer teilnehmen.

Das Projekt ist Teil des Forschungsnetzwerks Antisemitismus im 21. Jahrhundert (FoNA21)

Dr. Darja Klingenberg