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Anne Isabel Holper: "Bis hierhin und nicht weiter"? Das Dilemma der „roten Linie“ in Friedensvermittlungen, Research Factory B/ORDERS IN MOTION


Anfangsdatum:
19.01.2022 16:15

Enddatum:
19.01.2022 17:45

Ort:
Online via Zoom


in Deutsch

Vortragende: Dr. Anne Isabel Holper

"Bis hierhin und nicht weiter"? Das Dilemma der „roten Linie“ in Friedensvermittlungen

 

Wenn sich Mediatoren in Friedensprozessen engagieren, sind sie oft an bestimmte "rote Linien" gebunden, die die politischen Grenzen ihres Vermittlungsmandats oder die ethischen oder rechtlichen Grenzen verhandelbarer Themen und akzeptabler Ergebnisse abstecken. Wenn es nicht die Mediatoren selbst sind, sind es ihre Mandatsgeber (wie die UNO, die EU, einzelne Staaten wie Deutschland) und die dahinter stehenden Wählerschaften (Mitgliedsländer, Parlament, wählende Bevölkerung), die implizit oder explizit solche Grenzen für Engagements in Konflikten formulieren. Die Research Factory wird sich mit Dilemmata befassen, die diese "roten Linien" oft für vermittelnde Drittparteien hervorbringen: "Rote Linien" sollen oft grundlegende Normen wie Menschenrechte, zentrale politische Allianzen oder eskalationsträchtige Territoriums-, Machtteilungs- oder Anerkennungsregelungen schützen; zugleich blockieren solche nicht-verhandelbaren Linien oft eine Bearbeitung des Konflikts. In der Annahme, dass sich das ursprüngliche Schutzinteresse von „roten Linien“ oft „unnötig“ verabsolutiert, wird daher eruiert, wie Mediationsakteure solche "roten Linien" umgehen, durchbrechen oder verschieben können, ohne die damit verbundenen Interessen und Risiken aus den Augen zu verlieren.

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