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Fluid Boundaries? The Rhine and Oder-neisse Borderlands in Cold War Europe

Projektbeschreibung:

Das Projekt „Fließende Grenzen“ untersucht Umwelt und Alltag nach dem Zweiten Weltkrieg entlang zwei historisch aufgeladener Flussgrenzen, um transnationale Beziehungen vor Ort zwischen Polen und Ostdeutschen (an Oder und Neiße) einerseits sowie Franzosen und Westdeutschen (am Rhein) andererseits zu erfassen. Durch die Untersuchung der Alltagspraktiken grenzüberschreitender Akteure wie Fischer, Pendler, Touristen und Konsumenten in kommunistischen und liberaldemokratischen Systemen wird gezeigt, wie unterschiedliche Gruppen lokale Umwelt- und Wirtschaftsprobleme zu internationalen Angelegenheiten erhoben; wie sie die Grenzregime des Kalten Krieges für sich nutzten und mitbestimmten; und wie sie staatliche Diskurse über „sozialistische Brüderlichkeit“ bzw. „europäische Einheit“ (selektiv) übernahmen. Als Tandemgeschichte von Ost- und Westeuropa wird das Projekt unerwartete Ähnlichkeiten auf beiden Seiten des sogenannten „Eisernen Vorhangs“ aufzeigen und zu neuen Narrativen der Europäisierung von unten beitragen.

Zuordnung des Projekts zu den Gegenstandsbereichen:

Grenze