Gefördert aus Mitteln der Deutsch-Polnischen Wissenschaftsstiftung
Projekt finansowany ze środków Polsko-Niemieckiej Fundacji na rzecz Nauki

 

Unterstützt durch die Stiftung für Deutsch-Polnische Zusammenarbeit
Projekt wspierany przez Fundację Współpracy Polsko-Niemieckiej

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Bericht zum Workshop vom 7. April 2017

07.04.2017

Bericht zum Workshop im Rahmen des Forschungsprojekts: „‘Wissen ist Macht‘: Grenzen der Politikberatung und des Lobbyismus im politischen Entscheidungsprozess“ Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder), 7. April 2017

Am 7. April 2017 fand an der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder) / Collegium Polonicum mit finanzieller Unterstützung des „Viadrina Centers for Graduate Studies“  die Tagung zum Thema: „‘Wissen ist Macht‘: Grenzen der Politikberatung und des Lobbyismus im politischen Entscheidungsprozess“ statt. An der Tagung nahmen folgende Projektpartner teil:

Prof. Dorota Piontek, AMU, Lehrstuhl für Pressesysteme und Presserecht,

Dr. Artur Kopka, EUV, Lehrstuhl für Vergleichende Politikwissenschaften,

Dr. Kamila Schöll-Mazurek, EUV, Zentrum für Interdisziplinäre Polenstudien,

Dr. Agnieszka Cianciara, Institut für Politikwissenschaften der Polnischen Akademie der Wissenschaften,

Dr. Monika Sus, Hertie School of Governance (Teilnahme via Online-Konferenz)

Dr. Dorota Stasiak, zuletzt Hertie School of Governance

Dr. Bartłomiej Biskup, Fakultät für Journalismus und Politikwissenschaften der Universität Warschau,

Dr. Aleksandra Moroska-Bonkiewicz, Fakultät für Sozialwissenschaften und Journalismus der Niederschlesischen Hochschule in Wrocław,

 

Am Anfang des Workshops erläuterte Dr. Kopka zunächst einleitend den aktuellen Stand der im Rahmen des Projekts geplanten Untersuchungen. Angesichts der ersten Tagungsteilnahme der für das Projekt als Partnerin neu gewonnen Wissenschaftlerin Frau Dr. Agnieszka Cianciara vom Institut der Politikwissenschaften der Polnischen Akademie der Wissenschaften stellte Dr. Kopka dabei auch das organisatorische Konzept des Projektes sowie die inhaltlichen Ansätze des Forschungsvorhabens zusammenfassend vor. Daraufhin präsentierte Prof. Piontek das Konzept der Expertenkultur, das als Ausgangspunkt für den geplanten deutsch-polnischen Vergleich herangezogen wird sowie die unterschiedlichen Legitimitätsebenen, die bei diesem Forschungsvorhaben im Kontext der unterschiedlichen Beratungsvorgänge im politischen Entscheidungsprozess berücksichtigt werden sollen. Darüber hinaus erörterte Prof. Piontek das Modell der Politikberatung und des Lobbyismus im politischen Kommunikationsprozess sowie das Grenzkonzept, die der geplanten Analyse zur Differenzierung zwischen der Politikberatung und dem Lobbyismus zugrunde gelegt werden.

 

Der zweite Teil der Tagung widmete sich der Besprechung der bisherigen Forschungsergebnisse. Nachdem im März 2017 die ersten Pilotbefragungen durchgeführt wurden, analysierten die Teilnehmer gemeinsam die erhobenen Daten hinsichtlich ihrer Anwendbarkeit für die einzelnen  Untersuchungsbereiche und diskutierten die erforderlichen Korrekturen des zuvor ausgearbeiteten Fragebogens, um es mit Hinblick auf die weiteren durchzuführenden Interviews weiterzuentwickeln. Abschließend wurden noch einmal die einzelnen Forschungsbereiche mit dem Ziel diskutiert, die im Rahmen des Projekts in der deutsch-polnischen Vergleichsperspektive vorgenommene Untersuchung möglichst umfassend zu gestalten, dabei jedoch weitreichende inhaltliche Überschneidungen zu vermeiden.

Die Tagung war eine ausgezeichnete Gelegenheit für alle Beteiligten, sich über die bisherigen Forschungsergebnisse im Kontext des geplanten Forschungsvorhaben auszutauschen. Die einzelnen Vorträge sowie die anschließenden Diskussionen trugen erheblich zur inhaltlichen Weiterentwicklung des Forschungsprojekts bei. Die bisherigen sehr guten Erfahrungen sowie die geknüpften engen Kontakte sowohl im Wissenschafts- als auch im Politikbereich bilden eine stabile Grundlage für die Realisierung der geplanten Forschungsziele. Im Rahmen des Projekts entstand ein internationales Forschungsnetz bestehend aus ausgewiesenen Wissenschaftlern von den polnischen und deutschen Hochschulen, das durch die Beteiligung von Dr. Cianciara um eine erfahrene Wissenschaftlerin im Lobbyismus-Bereich ergänzt werden konnte. Durch die Tagung konnte die wissenschaftliche Zusammenarbeit im Rahmen des Netzwerkes vertieft sowie einschlägige Kenntnisse zum Forschungsthema gewonnen werden.