Gefördert aus Mitteln der Deutsch-Polnischen Wissenschaftsstiftung
Projekt finansowany ze środków Polsko-Niemieckiej Fundacji na rzecz Nauki

 

Unterstützt durch die Stiftung für Deutsch-Polnische Zusammenarbeit
Projekt wspierany przez Fundację Współpracy Polsko-Niemieckiej

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Bericht zum Workshop vom 26. Juni 2018

26.06.2018
Bericht zum Workshop im Rahmen des Forschungsprojekts:

„‘Wissen ist Macht‘: Grenzen der Politikberatung und des Lobbyismus im politischen Entscheidungsprozess“ Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder), 26. Juni 2018

Mit finanzieller Unterstützung des „Viadrina Centers for Graduate Studies“ fand am 26. Juni 2018 an der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder) / Collegium Polonicum in Słubice eine Projekttagung zum Thema: „‘Wissen ist Macht‘: Grenzen der Politikberatung und des Lobbyismus im politischen Entscheidungsprozess“ statt. An der Veranstaltung nahmen deutsche und polnische WissenschaftlerInnen teil, die in das von Prof. Michael Minkenberg und mir geleiteten Forschungsprojekts als Projektpartner involviert sind. Das Forschungsvorhaben wird vom Lehrstuhl für Vergleichende Politik der EUV in Zusammenarbeit mit der Fakultät für Politikwissenschaften und Journalismus der Adam-Mickiewicz Universität in Poznań durchgeführt und von der Deutsch-Polnischen Wissenschaftsstiftung gefördert. An diesem wissenschaftlichen Projekt sind neben den Hauptprojektpartnern auch die Technische Universität Dresden, die Hertie School of Governance in Berlin, die Polnische Akademie der Wissenschaften, die Universität Warschau sowie die Niederschlesische Hochschule in Wrocław beteiligt.    

An der Tagung nahmen folgende Projektpartner teil:
Prof. Dr. habil. Dorota Piontek, AMU, Lehrstuhl für Gesellschaftliche Kommunikation,
Prof. Dr. habil. Jarosław Jańczak, AMU WNPiD / EUV, Kulturwissenschaftliche Fakultät,
Dr. Artur Kopka, EUV, Lehrstuhl für Vergleichende Politikwissenschaften,
Dr. Kamila Schöll-Mazurek, EUV, Zentrum für Interdisziplinäre Polenstudien,
Dr. habil. Agnieszka Cianciara, Institut für Politikwissenschaften der Polnischen Akademie der Wissenschaften,
Dr. Dorota Stasiak, Institut für transformative Nachhaltigkeitsforschung / zuvor Hertie School of Governance,
Dr. Bartłomiej Biskup, Fakultät für Journalismus und Politikwissenschaften
der Universität Warschau,
Dr. Aleksandra Moroska-Bonkiewicz, Fakultät für Sozialwissenschaften und Journalismus der Niederschlesischen Hochschule in Wrocław,
Thomas Moskal, MA, wiss. Hilfskraft im WiM-Projekt.

Am Anfang des Workshops berichtete Dr. Kopka zunächst über den aktuellen Stand der im Rahmen des Projekts vorgenommen Untersuchungen. Anschließend sind einige organisatorische Fragen zu klären gewesen. Daraufhin bedankte sich Dr. Kopka bei den anwesenden Konferenzteilnehmern für die rege Teilnahmebereitschaft für das Politologie-Panel zum Thema: „Entwicklung der Politikberatung und des Lobbyismus als Ausdruck der Professionalisierung der Politik“ am 18. – 20. September 2018 im polnischen Lublin, bei dem die Projektergebnisse der Wissenschaftsgemeinschaft vorgestellt und diskutiert werden sollen. Darüber hinaus wurden die anwesenden ProjektteilnehmerInnen über den aktuellen Stand bezüglich der geplanten Abschlusskonferenz in Kenntnis gesetzt. So bestätigten bereits mehrere WissenschaftlerInnen aus dem europäischen Ausland ihre Teilnahme. Frau Prof. Piontek wies, nach ihrer Präsentation der Ansätze zur Weiterentwicklung des „Expertenkultur“-Konzepts in der anschließenden offenen Fragerunde, noch einmal darauf hin, dass das Projekt von vornherein auf zwei Beinen stand, um für die Projektdurchführung erforderliche empirische Datenerhebung zu ermöglichen. So ist neben dem analytischen Teil, der am 26. Oktober 2018 der Öffentlichkeit präsentiert wird, auch der didaktische Teil hervorzuheben, der von Dr. Kopka an der EUV sowie von Dr. Biskup der Universität Warschau und von Prof. Piontek an der AMU Poznań erfolgreich durchgeführt wurde.

Im zweiten Schritt wurde der von Prof. Patzelt eingeschickte Text zum Thema: „Politikberatung und ihre Legitimität“ kurz präsentiert und erläutert sowie in der Runde als die theoretische Grundlage der vergleichenden Analyse diskutiert. Im Anschließend brachte Prof. Jańczak den anwesenden Teilnehmern sein Konzept des Grenzbegriffs und seine Operationalisierung näher. So ist der Begriff zunächst zuvorderst in der Geographie verwendet worden, um territoriale Abgrenzungen durchführen zu können. Der Grenzbegriff soll allerdings auch Einzug in die Sozialwissenschaften finden. Demnach sind vier verschiedene Formen von Grenzen definiert, welche der empirischen Analyse der Unterschiede zwischen Deutschland und Polen hinsichtlich der Grauzonen zwischen wiss. Politikberatung und dem Lobbyismus zugrunde gelegt werden. Das vorgestellte Grenzkonzept soll darüber hinaus den am Projekt beteiligten Autorinnen und Autoren dazu dienen, die beiden Begriffe differenziert analysieren zu können.

Im Rahmen der beiden folgenden Teile der Tagung wurden von den Projektteilnehmern die bisher in den dafür etablierten Forschungsteams ausgearbeitete Forschungsergebnisse präsentiert und gemeinsam diskutiert. Die Tagung stellte für alle Beteiligten eine sehr gute Gelegenheit dar, sich über ihre Projektergebnisse im Kontext der geplanten Publikation auszutauschen und dabei auftretende Problemstellungen detailliert erörtern zu können. So profitierten alle Konferenzteilnehmer gegenseitig von dem intensiven Wissenstransfer und ihrem Erfahrungsschatz bei der bisherigen Realisierung wissenschaftlicher Projekte. Sowohl die einzelnen Vorträge als auch die Diskussionen zu den relevanten Aspekten der Projektrealisierung trugen damit erheblich zur organisatorischen Strukturierung sowie zur inhaltlichen Weiterentwicklung des Forschungsprojekts bei.