Gefördert aus Mitteln der Deutsch-Polnischen Wissenschaftsstiftung
Projekt finansowany ze środków Polsko-Niemieckiej Fundacji na rzecz Nauki

 

Unterstützt durch die Stiftung für Deutsch-Polnische Zusammenarbeit
Projekt wspierany przez Fundację Współpracy Polsko-Niemieckiej

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Beginn der Projektseminare an der EUV, AMU und UW

14.10.2016

Im WiSe 2016/2017 finden an den Partneruniversitäten (EUV, AMU, UW) zum ersten Mal parallele Seminare zum Thema: „Politikberatung und Lobbyismus im politischen Entscheidungsprozess im deutsch-polnischen Vergleich“ statt.

Das Seminar stellt ein interdisziplinäres, grenzüberschreitendes deutsch-polnisches Lehrprojekt dar, bei dem es sich um ein innovatives Format handelt, das die Lehre zum integralen Teil der Forschung werden lässt. Dabei liefern die am Projekt teilnehmenden Studierenden einen maßgeblichen Beitrag zur empirischen Feldarbeit indem sie die Wissenschaftler in Form von qualitativen Erhebungen zu relevanten Aspekten der Politikberatung unterstützen. Mit Hilfe qualitativer Interviews werden die subjektiven Orientierungen der Politiker und der unterschiedlichen Berater über ihre Rollenverständnisse, Ziele und Handlungsrepertoires sowie die wahrgenommenen Rahmenbedingungen ihrer Arbeit exploriert. Die deutschen und polnischen Studierenden nehmen an zwei parallelen Praktikumsprogrammen in den wichtigsten politischen Institutionen sowie in den Abgeordnetenbüros in Deutschland und Polen teil. Die Praktika bilden eine hervorragende Gelegenheit für die Durchführung von Erhebungen in Form von standarisierten Interviews mit den an politischen Beratungsprozessen beteiligten Akteuren.

Die Praktikumsprogramme werden im Rahmen begleitender Seminare realisiert, die in das Aufgaben- und Tätigkeitsfeld „Politikberatung“ einführen. Die beabsichtigten Lehrveranstaltungen kombinieren „forschendes Lernen“ (Recherchen bei den politischen Institutionen im Praxisfeld der Politikberatung) und die „Praxissimulation“ (Praktikum im Abgeordnetenbüro und Mitwirkung an realen Beratungsvorgängen). Als Grundlage der deutsch-polnischen Vergleichsperspektive werden den Studierenden umfangreiche Kenntnisse über die Geschichte, die politischen Systeme, die Parteiensysteme sowie die politische Kultur Deutschland und Polens vermittelt.

Die Ergebnisse der Untersuchungen sowie die Forschungsfortschritte werden mit den Studierenden in Workshops unter Beteiligung der am Projekt beteiligten Wissenschaftler diskutiert und analysiert, was den Studierenden die Möglichkeit gibt, sich gemeinsam mit den Problembereichen der politischen Beratung in den jeweiligen politischen Systemen zu befassen und so die deutschen und polnischen Sichtweisen aufeinander treffen zu lassen und diese miteinander zu diskutieren.

Von maßgeblicher Bedeutung ist dabei der interkulturelle Aspekt des Vorhabens. Durch die Organisation der gemeinsamen Studienreisen, bei denen die Projektteilnehmer einen Einblick in die wichtigsten politischen Institutionen und die Praxis der politischen Beratung in Deutschland und Polen gewinnen sowie ihre Funktionsweise vor Ort erleben können, wird zum einen die Integration von Wissenschaftlern sowie zum anderen die Integration der Studierenden aus beiden Ländern untereinander gefördert. Darüber hinaus bietet das Projekt den teilnehmenden Studierenden eine ausgezeichnete Möglichkeit Kontakte mit ihren Kommilitonen aus dem Nachbarland zu knüpfen und diese im Rahmen der gemeinsamen Workshops und Studienreisen zu festigen.

Seminarplan