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Frankfurt (Oder) im Ersten Weltkrieg. Der entgrenzte „totale Krieg” und die „Heimatfront”

Frankfurt (Oder) im Ersten Weltkrieg. Der entgrenzte „totale Krieg” und die „Heimatfront”

  • Prof. Dr. Gangolf Hübinger
  • In Verbindung mit Dr. Martin Schieck (Museum Viadrina)
  • Prof. Dr. Gangolf Hübinger
  • Dr. Martin Schieck (Museum Viadrina)
  • Projektteam des Masterstudiengangs „Europäische Kulturgeschichte"
Sparkasse Oder Spree
April 2014 - Dezember 2015

Der Erste Weltkrieg verändert das gesellschaftliche Gefüge der deutschen Städte, denn der „totale Krieg" zerstört die herkömmlichen Grenzen zwischen friedlicher Heimat und Kriegsfront. An der von der Forschung so genannten „Heimatfront" bildet sich eine „Kriegsgesellschaft" mit neuen Regeln sozialer Integration und Ausgrenzung. An Frankfurt (Oder), Verwaltungs- und Garnisonsstadt, lässt sich das exemplarisch ablesen: Der Wechsel von einer marktorientierten Friedens- zu einer staatlich gelenkten Kriegswirtschaft, der Wandel in den sozialen Beziehungen und zwischen den Geschlechtern, nicht zuletzt neue Grenzziehungen zwischen „privat" und „öffentlich".

Untersucht wird hierzu das Zusammenwirken von städtischer Administration, Schulen, Kirchen und freiem Vereinswesen, darunter die zahlreichen Frauenvereine. Besondere Bedeutung kommt der Frankfurter Oder-Zeitung zu, die das Pressemonopol besaß für die Übermittlung des Kriegsgeschehens und für den Informationsfluss im städtischen Kommunikationsalltag während der vier Kriegsjahre.

Die Ergebnisse werden sich in einer Ausstellung im städtischen Museum Viadrina sowie im Themenschwerpunkt des „Frankfurter Jahrbuchs 2014" (Frankfurt/Oder 2015) niederschlagen.

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