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Konferenz: „Kontaktzonen“ und Grenzregionen. Aktuelle kulturwissenschaftliche Perspektiven, 23.-24.11.2017, Dresden

Abschlussveranstaltung des Forschungsprojektes "Kontaktzonen. Kulturelle Praktiken im deutsch-tschechisch-polnischen Grenzraum" am Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde.

 

„Kontaktzonen“ als kulturwissenschaftliches Konzept haben seit den 1990er Jahren eine breite Rezeption und Diskussion zur Folge. Konstituierend ist der wechselseitige Austausch: Unmittelbar oder medial vermittelt, zeitlich gebunden und transformierbar kann er im nationalstaatlich definierten Grenzgebiet, zwischen heterogenen Gruppen oder unterschiedlichen Milieus und Disziplinen situiert sein. Welche heuristischen Qualitäten birgt das Konzept Kontaktzone, um die Interaktionen von Akteurinnen und Akteuren zu untersuchen, die sich als different wahrnehmen?

Die Konferenz fragt nach dem analytischen Potenzial des Begriffs. Ein thematischer Schwerpunkt liegt dabei auf Kontaktzonen in zentraleuropäischen Grenzregionen, die aus historischer und gegenwartsbezogener Perspektive untersucht werden. Als machtsensibles Instrumentarium schärft der Begriff auch den Blick für die Praxen der Aushandlung von musealen und filmischen Repräsentationen, die im Rahmen der Tagung ebenfalls als Kontaktzonen diskutiert werden. In der Zusammenschau der Beiträge sollen zum einen die Eigenlogiken der diversen Kontaktzonen beleuchtet und zum anderen die analytischen Möglichkeiten sowie methodischen Implikationen des Begriffs verdichtet werden.


Since the 1990s, “contact zones” as a concept of cultural science have been widely received and debated. Constitu – ted by mutual exchange and conveyed directly or through media, temporary as well as transformable, they may be situa – ted in a border area defined by a national state, between heterogeneous groups or diverse milieus and disciplines. Which heuristic qualities does the concept offer to investigate the interactions of actors who perceive them-selves as different?

The conference examines the analytical potential of the concept with a topical focus on Central European border regions. They will be explored from a historical as well as from a contemporary perspective. An instrument highly sensi – tive to power, the concept also sharpens the view on the practices of negotiations of representations in museum and film. In the context of the conference, these will be seen as contact zones as well. In a synopsis of the contributions, the inherent logic of the diverse contact zones will be investigated. On the other side, the analytical potential as well as the methodical implications of the concept will be consolidated.

 

Veranstaltungsort
Hauptstaatsarchiv in Dresden

Konferenzsprachen
Deutsch und Englisch

Weitere Informationen
www.hsozkult.de/event/id/termine-33873

Zum Programm:

http://www.isgv.de/wp-content/uploads/2017/09/Konferenz-Kontaktzonen-2017.pdf

Zur Anmeldung:
http://www.isgv.de/veranstaltungen/kontaktzonen-und-grenzregionen-aktuelle-kulturwissenschaftliche-perspektiven