Viadrina Center B/ORDERS IN MOTION

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Internationaler Workshop "Grenzen als Border Complexities", 5. - 6.12.2019 Universität Luxemburg

Grenzen lassen sich zunehmend weniger über dichotome Ordnungen, eindeutige Trennleistungen von nur wenigen Akteuren oder am territorialen Rand von Nationalgesellschaften bestimmen. In den rezenten Border Studies werden sie vielmehr als Ergebnisse und Kristallisationspunkte von vielschichtigen gesellschaftlichen Formationen verstanden, die aus dem (situativen) Zusammenwirken unterschiedlicher Akteure, Aktivitäten, Körper, Objekte und Wissen resultieren. Solche dynamischen Konstellationen, die Grenzen hervorbringen oder von ihnen ausgehen, fasst der Begriff der Border Complexities.
Dieses an Komplexität und Relationalität orientierte Grenzverständnis bildet den Ausgangspunkt des Workshops. Diskutiert wird, inwiefern aktuelle Konzepte der Border Studies diese Forschungsperspektive unterstützen und welche Konsequenzen sich daraus ergeben. Dafür wird am ersten Tag auf zentrale analytische Trends in den Border Studies und auf den Komplexitätsbegriff eingegangen, gefolgt von Überlegungen zu methodologischen Fragen. Am zweiten Tag werden Forschungsarbeiten vorgestellt, die der Border Complexities-Perspektive folgen.
Die Arbeitssprachen sind Deutsch, Französisch und Englisch mit Simultanübersetzung ins Englische.

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