Viadrina Center B/ORDERS IN MOTION

Grenzen in Gesprächen wahrnehmen - Grenzen diskursiv verhandeln. VIAgg nad odra

  • Prof. Dr. Konstanze Jungbluth, jungbluth@europa-uni.de
  • Prof. Dr. Nicole Richter, nrichter@europa-uni.de
  • Prof. Dr. Florian Dost, dost@europa-uni.de
  • Maria Klessmann, M.A.
  • Slavena Korsun, M.A.
  • Dominik Gerst, M. A.
  • Prof. Dr. Jacek Sójka, Intercultural Communication in Management
  • Prof. Dr. Lars Kirchhoff und Dr. Anne Kraus, Institut für Konfliktmanagement an der EUV
Europa-Universität Viadrina
Januar 2014 - Dezember 2016

Das Graduiertenkolleg ist im Rahmen des Viadrina Centers B/ORDERS IN MOTION entstanden und stellt im Kern die Bündelung dreier Dissertationsvorhaben (zum Sicherheitsdiskurs in einer territorialen Grenzregion, zur Aushandlung ethnischer Zugehörigkeit in (Roma-) Mediationen und zum Ideenmanagement an der Grenze zwischen Kunst und Ökonomie) dar.

Neben der Bearbeitung der einzelnen Forschungsvorhaben steht die gemeinsame empirische wie begriffliche Arbeit an der Theorie der Grenze im Zentrum. Eine schrittweise Annäherung erfolgt über die leitenden "Grenzdimensionen" Durabilität, Permeabilität und Liminalität. Sie zeigen beim Vergleich und der gemeinsamen Betrachtung der Vorhaben Schnittstellen auf, über die der Austausch erfolgen kann und soll. Diese sind: 1. Die Durabilität von Grenzen als Wert der Grenzwahrnehmungen. Sie beschreibt die Anerkennung der Grenze als Grenze und das Geltendmachen einer Differenz, die produktiv wirkt. 2. Die Permeabilität der Grenze, versinnbildlicht in der Figur der/s Grenzgängers/n. Diese kann/können Grenzen überschreiten und so die wichtige Funktion von Übersetzern und Vermittlern einnehmen und dadurch grenzüberschreitenden Austausch ermöglichen. 3. Die Liminalität, die ihre grundsätzlichen Bedingungen im Vorhandensein eines "Außenseiters" findet. Können territoriale Grenzregionen, situative Identitätsverhandlungen oder Organisationsformen zwischen Kunst und Ökonomie als "Drittes" verstanden werden, das neuartige Formen der Praxis ermöglicht?

Die Grundlage der Forschungsanstrengungen bildet die Gemeinsame Empirische Datenbasis (GEDgg), die mündliche und schriftliche Sprachdaten – gesammelt in unterschiedlichen "Grenzsituationen" – zusammenbringen wird und multidisziplinäre Perspektiven und Interpretationen anregen soll.

Project description in English