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Fortsetzungsantrag für „Crowdworking“-Projekt erfolgreich

Die Fritz Thyssen Stiftung hat für das Projekt „Komplexes Crowdworking. Koordination unselbständiger Selbständigkeit“ eine Fortsetzungsförderung für ein Jahr bewilligt.
Das interdisziplinäre Forschungsprojekt wird von Prof. Dr. Eva Kocher (Juristische Fakultät), Prof. Dr. Anna Schwarz (Kulturwissenschaftliche Fakultät) und Prof. Dr. Jochen Koch (Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät) geleitet.

Digitale Technologien verändern Arbeitswelten und damit auch herkömmliche Grenzziehungen zwischen selbstständiger und abhängiger Arbeit. Im Crowdworking spitzen sich die Fragen von Autonomie und Kontrolle in besonderer Weise zu. Das Projekt untersucht an unterschiedlichen Materialien wie Interviews, AGBs oder statistischen Daten die Formen, Interaktionsordnungen und Regulierungsbedürfnisse des Crowdworking. Es zeigt sich, dass die Crowdworker*innen zwischen den Logiken des Marktes und der Organisation ‚eingeklemmt’ sind und vielfältigen Interdependenzformen unterliegen. Mächtige Plattformen gestalten die Arbeitsprozesse quasi „wie Arbeitgeber“, was das Arbeits- und Wirtschaftsrecht vor große Herausforderungen stellt. Nach dem erfolgreichen Verlängerungsantrag können die Forschungsfragen nun auf die besonderen Bedingungen des komplexen Crowdworking zugespitzt werden.

Jüngst ist ein Sammelband aus dem Projekt hervorgegangen:


  Isabell Hensel, Daniel Schönefeld, Eva Kocher,
  Anna Schwarz, Jochen Koch (Hg.):
  Selbstständige Unselbstständigkeit.
  Crowdworking zwischen Autonomie und Kontrolle
  Baden-Baden: Nomos Verlag 2019, 256 S., Broschiert,
  ISBN 978-3-8487-5134-1

 

 

 



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