Viadrina Center B/ORDERS IN MOTION

Cross Cultural Compliance

  • Prof. Dr. Bartosz Makowicz, makowicz@europa-uni.de
  • Prof. Dr. Bartosz Makowicz, makowicz@europa-uni.de, Europa-Universität Viadrina
  • Dr. Bartosz Jagura, LL.M., jagura@europa-uni.de, Europa-Universität Viadrina
  • Prof. Dr. Jan C. Joerden, joerden@europa-uni.de
  • Prof. Dr. Anna Schwarz, schwarz@europa-uni.de
  • Prof. Dr. Nicole Richter, nrichter@europa-uni.de
  • Prof. Dr. Sonja Wüstemann, wuestemann@europa-uni.de
  • Prof. Dr. hab. Michał Romanowski, Universität Warschau
  • Prof. Dr. hab. Wiesław Czyżowicz, Wirtschaftsuniversität Warschau
  • Henning Glaser, CPG Thammasat University Bangkok
Europa-Universität Viadrina
April 2014 - Dezember 2017

Organisationen jeder Art und Größe sind dazu angehalten, die durch ihre Aktivitäten verursachten Risiken von Regelbrüchen entsprechend zu steuern, um geltende Verpflichtungen einzuhalten (Compliance). Viele Beispiele der letzten Zeit, wie etwa die VW-Affäre, Unregelmäßigkeiten bei der Deutschen Bank oder bei MAN, oder aber Schwierigkeiten beim ADAC, der FIFA und anderen Organisationen, haben gezeigt, dass effektive Compliance-Lösungen zwingend notwendig sind. Diese Lösungen werden in der Regel über die Implementierung eines Compliance Management Systems (CMS) umgesetzt. Dabei handelt es sich um Methoden und Verfahren, die von verschiedenen Wissenschaftsdisziplinen geprägt sind, etwa der Betriebs-, Rechts- oder Kommunikationswissenschaft. Dabei spielen zwei Grenzen in der Compliance-Entwicklung eine besondere Rolle, die auch Gegenstand des Projektes waren. Zum einen wurde bisher nicht erforscht, welche Auswirkung Compliance auf die Grenzverschiebung zwischen dem Staat und der Wirtschaft hat. Zum anderen wurde auch die praktische Fragestellung bisher nicht untersucht, wie CMS in global tätigen Organisationen unter Beachtung der sozialen und kulturellen Unterschiede eingeführt werden können.

Während der dreijährigen Projektlaufzeit wurden mehrere Dissertationsprojekte durchgeführt und mehrere nationale und internationale Fachkongresse unter Beteiligung von Dutzenden Expert/innen und Organisationen aus aller Welt organisiert. Es wurden enge Kooperationsbeziehungen zu polnischen Institutionen und zu einem strategischen Partner in Thailand aufgebaut. Im Zuge des Projektes wurde die nationale wie internationale Visibilität des Themas deutlich erhöht und es konnten weitere namhafte Projektpartner gewonnen werden: Zu erwähnen sind etwa internationale Organisationen wie die OECD, UN oder ASEAN oder aber die Wertpapierbörse in Polen, die über ihre Vertreterinnen und Vertreter bedeutende Beiträge zum Projekt erbracht haben. Die Projektpartner und Forscher/innen haben bei der Gewinnung der Ergebnisse in inter- und intradisziplinärer Weise zusammengearbeitet.

Das Projekt hat mit Bezug auf Grenzproblematiken im Wesentlichen folgendes ergeben: Hinsichtlich der Grenze zwischen Staat und Wirtschaft hat Compliance einen bedeutenden Beitrag geleistet. Bei der Überschreitung staatlicher Grenzen durch global tätige Organisationen sind Compliance-Lösungen möglich, die es gestatten, einheitliche Standards in global agierenden Organisationen unter Beachtung von sozialen und kulturellen Unterschieden in anderen Ländern zu implementieren. So hat Bundesjustizminister Heiko Maas, der die Schirmherrschaft über einen Projektteil übernommen hat, diesen als „Motor für die Compliance-Praxis“ bezeichnet, der „die Debatte nun seit drei Jahren immer wieder neu antreibt“. Das Thema stärkt die Profilschwerpunkte der Universität und des Viadrina Center B/ORDERS IN MOTION deutlich und ist nicht zuletzt durch seine gelungene Digitalisierungskonzeption (www.compliance-academia.org) national und international erkennbar. Die anschlussfähigen Forschungsergebnisse sind nicht nur von hoher Praxisrelevanz geprägt, sondern werden sicherlich als Grundlage für weitere Forschungsprojekte dienen.

Project description in English

Opis projektu po polsku

 

Das Projekt auf der digitalen Plattform B/ORDER STUDIES

 

www.compliance-academia.de